Für meine Interviewreihe „Mach’s weghabe ich rund 50 Interviews mit verschiedensten Perspektiven auf das Thema Gesundheit geführt. Schließlich wussten schon unsere Großeltern: Das Wichtigste im Leben ist die Gesundheit. Aber was ist das überhaupt? Lässt sich Krankheit einfach „wegmachen“? Und wieso kümmern sich Menschen umeinander?

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Aggression, Kriminalität und Prävention – mit Ex-Gangster und Anti-Gewalt-Trainer Maximilian Pollux (Verein SichtWaisen e.V.)

Die Antwort auf die Frage der Gewalt sollte nicht aus Reihen der Psychologen und Sozialpädagogen kommen. Nicht falsch verstehen, ich liebe die und brauche sie für meinen Job. Aber das sind sehr oft Menschen, die sich ganz klar von Aggression distanzieren und es als Fehlverhalten ansehen. Wenn Jugendliche aber immer wieder gesagt bekommen „Das ist falsch, mach das nicht“, bringt man ihnen eigentlich bei: „Ein Teil von dir ist falsch und sollte nicht ausgelebt werden.“ Viel öfter sollten Jugendliche hören: „Du bist in Ordnung.[Lesen]


Zittern ist gesund – mit Stresscoach und TRE (Tension and Trauma Releasing Exercises)-Providerin Karla Johanna Schaeffer

Ich habe manchmal Menschen da, für die es sehr schambehaftet ist, sich selbst so zittern zu lassen. Was, wenn mich jemand sieht? Oder: Was denkt sie jetzt von mir? Aber ich glaube, es ist der Leidensdruck, der uns schließlich dazu bringt, auch solche Methoden auszuprobieren, vor denen wir eventuell erstmal sehr großen Respekt haben.[Lesen]


Heilung – ein innerer, schöpferischer Prozess im Menschen selbst – mit Dr. med. Klaus-Dieter Platsch (Gründer des Medizinbegleitstudiums „Caring and Healing“)

Heilung ist in jedem Menschen angelegt. Jeden Moment fallen Probleme im Organismus an, zigtausende von Krebszellen, die der gesunde Organismus eliminieren kann. Das kann er aus sich selbst heraus, dazu braucht er keinen Arzt. Wenn sie sich ein Bein brechen, heilt es auch ohne ärztliche Handlung. Ärztliche Kunst ist, diesen Prozess zu unterstützen, so gut es geht.Seit den 50er Jahren existiert die Placebo-Forschung. In den letzten Jahren gibt es jedes Jahr hunderte von Studien darüber. Placebo-Forschung ist die Forschung, die erforscht: Wie wirkt Bewusstsein im Heilungsprozess? Bewusstsein bedeutet: Meine innere Einstellung zu meiner Gesundheit und zu meiner Krankheit. Wir wissen, dass wenn ich negativ über den Verlauf einer Krankheit denke, dass sich das wie selbst prophezeiend auswirkt auf das gesamte System. Und umgekehrt genauso.“ [Lesen]


Gesundheit vom Fließband – mit Medizinethiker und Philosoph Giovanni Maio

„Im Grunde hat die Medizin verlernt, den ganzen Menschen zu sehen.“ – oder – „Medizin ist eine zwischenmenschliche Praxis, in der man Evidenz mit Beziehung zusammenbringen muss, in der man Sachlichkeit mit Zwischenmenschlichkeit verbinden muss. Wir brauchen Experten für die molekularen Vorgänge im Körper und zugleich Menschen, die durch diese Vorgänge hindurch immer den ganzen Menschen im Blick behalten wollen. Medizin ist nur dann Medizin, wenn sie den ganzen Menschen behandelt.“ [Lesen]

(Das Interview wurde veröffentlicht in der Zeitschrift
Dr. med. Mabuse„)


Durch Naturverbundenheit gesund bleiben in Krisenzeiten – mit Wildnispädagoge & Prozessbegleiter Bastian Barucker

Der Begriff „Gesundheit“ hat sich nicht verändert, aber der Umgang damit hat sich radikalisiert. Das Technokratische. Gesundheit heißt jetzt, ich habe einen negativen Test. Ich bin nicht befleckt. Ich kann zwar unglaubliche Panik und Angst haben, hormonell ein ganz hohes Stresslevel, Blutdruck, Einsamkeit, Isolation – eigentlich ein Zustand von Krankheit – aber ich bin nicht infektiös. Ein Bruchteil des gesamten Spektrums meines Wohlbefindens wurde ins absolute Zentrum der Aufmerksamkeit gezerrt.[Lesen]


Arbeit mit Seele – mit dem „Peacemaker“ und Personal Trainer Alexander von Hausen

„Dieses tolle Bild der TCM: 365 Akupunkturpunkte ineinander so vernetzt und verwoben mit ihren psychosomatischen Reaktionen, dass es so viele Wirkungen gibt wie Sterne am Himmel.” – “Eine meiner ersten Initiationen war etwas, das eigentlich ganz bekannt ist, weil es viele Väter mit ihren Kindern machen. Sie pflanzen einen Baum, pflegen und hegen ihn. So könnte das auch mit unserer Seele vonstatten gehen. In Kontakt mit ihr sein, mit allem um uns herum und in uns selbst. Mit den Pflanzen und den Bäumen, den Wind auf der Haut spüren.[Lesen]


Sexualität ist eine Kulturleistung – mit Sex-Forscherin Yella Cremer

Es ist ein Paradox, dass menschliche Lust in medizinischen Ausbildungen keine Rolle spielt. Da sieht man, unser Gesundheitssystem ist nicht dazu gemacht, Spaß zu haben.“ – oder – „Wenn ich nicht irgendwann im Krankenhaus landen will, brauche ich ein Bewusstsein, wie ich gesund lebe und bleibe. Bewegung an der frischen Luft ist tolle Prävention, wird aber nicht als Gesundheitsmaßnahme verschrieben. Für die Sexualität gilt das auch. Es wäre hilfreich, wenn das auch so kommuniziert wird. Damit könnte man vielen Zivilisationskrankheiten im Voraus präventiv begegnen.[Lesen]


Eine wilde und mächtige Geschichte – mit Dr. Markus Strauß (Gründer „EssbareWildpflanzenParks – Ewipla“)

All das, an dem wir früher unser Leben festgemacht haben, zerrinnt wie Sand in der Sanduhr. Man dachte, man baut auf festem Fundament. „Auf diese Steine können Sie bauen“ – so damals die Bausparkassenwerbung. Diese Werte lösen sich gerade auf. Und was bleibt übrig? Die Natur! Die Natur war immer und wird immer sein. Dort können wir jetzt zur Ruhe kommen. Unsere schöne Sprache sagt: Wir müssen die Ruhe gar nicht suchen. Wir müssen hingehen, zu ihr kommen, weil sie immer da war. Das finde ich zum Beispiel im Wald. Dort kann ich zur Ruhe kommen. Und dort merke ich: Ich bin ja auch Natur. Und nach einiger Zeit dort kann in mir das hochkommen, was meine eigene Natur ist. Diese wilden Kräfte in uns.[Lesen]


Pflege als Beziehungsgestaltung und ein ethisches Dilemma – mit Roger Konrad (Verein “Pflege in Bewegung e.V.”)

„Ein positiver Aspekt der Pflege ist: Man sieht oft direkt, ob das was man tut, gut ist und hilft. Wenn es eben Gut tut und hilft, gibt es auch das entsprechende Feedback. Von daher ist es immer auch ein Miteinander in Beziehung gehen, wodurch ein Resonanzraum entsteht. Das ist der Unterschied zur Arbeit am PC mit leblosen Programmen oder in Bürostrukturen und all den anderen Berufen, wo das tägliche Tun noch viel wirtschaftlicher geprägt ist, als der Pflegeberuf. Man kriegt dort einfach nicht so eine direkte Rückmeldung ob man gute Arbeit geleistet hat oder nicht. Ein Excel-Programm bedankt sich nicht, wenn ich es ordnungsgemäß bedient habe.“ [Lesen]


Voller Lebendigkeit bis ins hohe Alter – Verlass dich auf deinen Körper – mit Samy Molcho, Experte für Körpersprache

Ändert sich die Weltanschauung, ändert sich damit die Körpersprache.” – ”Es ist mir lieber, mich zu öffnen und ein Risiko für etwas Neues einzugehen anstatt mich dauernd zu schützen. Ich lebe mit Freude. Ich lebe im Austausch mit Menschen. Auch wenn ich dann kürzer lebe, habe ich wenigstens gelebt und mich nicht versteckt![Lesen]

(Das Interview wurde veröffentlicht in der Zeitschrift
momentum – gesund leben bei Krebs„)


Psychoneuroimmunologie und die Abkehr von der heiligen Kuh – mit Univ.-Prof. Dr. Dr. Christian Schubert

„Ich habe 25 Jahre darauf hingearbeitet, dass mir dieser Ball zugespielt wird. Corona deckt auf, Corona deckt eine Medizin auf, die, was den Umgang mit menschlichem Leben betrifft, sehr zu kritisieren ist. Die Covid19-Krise ist eine Krise der gesamten westlichen Medizin.” – „Unsere westliche Medizin hat ein großes Problem mit Beziehung. Das kann man gut an der Arzt-Patient-Beziehung sehen, die häufig misslingt und frustrierte und verängstigte Patienten hinterlässt. Eine Änderung würde bedeuten: Ich muss mich wirklich mit Menschen auseinandersetzen, mich ihnen nähern, unbewusste Anteile dabei berücksichtigen. Das will diese Medizin nicht, sie will (unbewusst) weg vom Menschen, weg vom Patienten, weil sie dessen persönliches Drama nicht aushält.” [Lesen]


Nahrungsergänzungsmittel und ein erfülltes Leben – mit Fabian Fallenbüchel (Gründer von “Lebenskraftpur”)

Wir sind oftmals so verkopft, dass im Erziehungsprozess komplett das Körpergefühl verloren geht. Fragen wie „Was tut mir wirklich gut? Was nicht?“ lassen sich so nicht mehr einfach und intuitiv beantworten. Dabei ist unsere Intuition und auch unser Bauchhirn der beste Kompass und im Vergleich zum Gehirn, wo zunächst alles bewertet und analysiert werden muss, so viel schneller in der Entscheidung.” – “In unserer Gesellschaft ist der Tod leider nicht als etwas vollkommen Natürliches eingebunden, nicht verankert und nicht positiv belegt. Dabei ist der Tod ein natürlicher Prozess, der unserer Lebenszeit überhaupt erst einen Sinn verleiht. Denn wären wir unsterblich und hätten ewig Zeit, hätten wir vermutlich gar nicht das Verlangen unserem Leben einen Sinn, eine Bedeutung zu geben und etwas zu hinterlassen, das bleibt und für nachfolgende Generationen Bestand hat.“ [Lesen]


Vitamin D – Es werde Licht – mit Allgemeinarzt und Diabetologe Dr. med. Raimund von Helden

Der Vitamin-D-Mangel ist der blinde Fleck der heutigen Medizin.” – „Viele Geschäftsmodelle in der Medizin vermeiden das Thema Nährstoffe, denn es wäre ein Instrument zur unabhängigen Selbsthilfe. Die Macht der Professionellen ist natürlicherweise größer, wenn die Therapie mit monopolisierten Methoden erfolgt. Die Vitamin-D-Therapie gehört nicht dazu.“ [Lesen]


Wissenschaft, Ernährung und Weltbilder – mit Informatiker und Buchautor Robert Krug

Der wissenschaftliche Arbeitsethos würde lauten, dass man die Wahrheit finden möchte. Und dabei auch in Kauf nimmt, dass der eigene Standpunkt falsch ist. Das Problem ist der Mensch, der gerne Recht haben möchte und der Geld benötigt, um leben zu können. Also relativ egoistische Probleme, die man aber nicht ignorieren darf. Denn Geld spielt in der Wissenschaft leider eine sehr große Rolle und beeinflusst natürlich den Arbeitsethos, denn fast jeder ist käuflich. Das ist nur eine Frage des Preises. Hier darf sich jeder selbst hinterfragen. Oder drücken wir es anders aus: Man beisst nicht in die Hand, die einen füttert.“ [Lesen]


Offenheit und Neugier als Schulfach? – mit Prof. Dr. Wolfgang Schöllhorn

„Ein grundlegendes Missverständnis der Wissenschaft ist die Aussage: „Das kann man nicht nachweisen. Deswegen existiert es nicht.“ Da wird die eigene Wissenschaftstheorie nicht richtig verstanden. Wenn ich etwas nicht nachweisen kann, heißt es nicht, dass es nicht existiert. Ich kann es lediglich mit meiner Methode nicht nachweisen.“ – „Die Menschen müssen lernen, aus den vielen Informationen die für sie selbst relevanten auszusortieren. Ich kann nicht alles schaffen, nicht jedes Medium verfolgen und alle Quellen prüfen. Das heißt, ich muss selbst entscheiden können, was ich wissen und wie ich damit umgehen möchte. Es braucht einen gehörigen Grad an Reife, um auf diese Weise leben zu können. Und dies bedarf anderer Erziehung.“ [Lesen]


Mensch und Maschinensystem – mit Philosoph und Psychologe Stephan Schleim

Leider ist die Erklärung für diesen Zustand wirklich so einfach. Komplexe menschliche Themen wie Gesundheit und Krankheit werden in Standardmodelle gepresst. Zum Beispiel eine Depression kann sich auf zig verschiedene Arten und Weisen äußern. Das Menschliche ist eigentlich völlig komplex, heterogen und divers. Das betriebswirtschaftliche Denken erzwingt aber, all das runterzukochen auf Modelle, mit denen Betriebswirte, Buchhalter, Accountant-Controller arbeiten können. Weil das die DNA ist, nach der unsere Institutionen jetzt funktionieren.“ [Lesen]


Wohlwollende Urwaldmedizin – mit Allgemeinarzt und Homöopath Johannes Latzel

Es gibt kein Gegengift. Man muss da durch. Wenn der Schamane ein erfahrener, kraftvoller und liebevoller Mensch ist – und auch die Gemeinschaft um einen herum diese Qualitäten trägt – wird es möglich, da hindurchzugehen. Man kann den Mut finden, sich auch in so einer Situation nicht auf die Angst zu fokussieren. Sondern trotzdem ins Vertrauen zu gehen, mitten in der Angst. Ayahuasca ist also ein hervorragendes Lernprogramm, die Aufmerksamkeit auf das zu fokussieren, was in schwierigen Situationen hilfreich ist. Ein Training für den Geist.“ – „Es braucht eine Wertschätzung der persönlichen Zuwendung. Wenn wir eine Medizin haben, in der Menschen Wohlwollen erleben, wenn sie sich nach den medizinischen Maßnahmen wieder mehr verbunden fühlen, mit sich selbst, der Natur, miteinander, wenn sie deswegen wieder glücklicher und friedvoller leben können: Dann haben wir die richtige Medizin.“ [Lesen]


Der Atem als Spiegel unserer Selbst – mit Körper- und Atemtherapeut Stefan Bischof

“Atem und Selbsterfahrung sind eng miteinander verbunden. Ich kann mich, meinen ganzen Charakter über den Atem kennenlernen. Meine Lehrerin hat das genannt: Sich am “Leitseil des Atems” orientieren und entwickeln. Der Atem ist wie ein Spiegel, in dem ich mich selbst erkennen kann.” – “Unser Gesundheitssystem ist fixiert darauf, dass wir es besser und anders machen müssen. Dass wir uns anstrengen sollten, für diese Selbstoptimierung. Das macht krank. In all meinen 40 Berufsjahren habe ich erfahren, dass es so nicht funktioniert. Auch mit bester Absicht nicht. Ich muss mich erstmal sein lassen, mich kennenlernen und akzeptieren. Dann kommt die Änderung von alleine. Weil das uns innewohnende homöostatische Prinzip in uns Änderung will und macht, wenn wir es nicht stören.“ [Lesen]


Nächstenliebe in bewegten Zeiten – mit Frank Fiess

Ich glaube, dass viele Menschen allmählich begreifen. ohne polemisch oder persönlich werden zu wollen, dass wir diese Art von Umgang mit Gesundheit und unserem Immunsystem einfach nicht wollen. Und das hat überhaupt nichts mit Dogmatismus zu tun. Das sagt einem das Herzwissen, die innere Weisheit. Sie sagt: Ich will auf meine Ernährung achten. Ich möchte oft in die Natur. Ich muss Menschen nahe sein. Ich brauche Liebe, ich brauche Kontakt. Ich will doch nicht wie ein “eingeschüchtertes Wesen im Käfig gehalten werden”, das Abstand halten muss und permanent mit Angst gefüttert wird bis es nicht mehr weiß, wer es wirklich ist.” [Lesen]


Die Rückverbindung mit uns selbst ist eine ökologische Notwendigkeit – mit Humanökologin Elisha Koppensteiner

Es geht um ein inneres Vertrauen, ein inneres Andocken an die Quelle der Lebendigkeit. Eine tiefenökologische Überzeugung ist: Das Netz des Lebens hat Selbstheilungskräfte in ungeahnter Stärke, die aktiviert werden wenn wir uns vertrauensvoll mit unserer Lebendigkeit verbinden.” – “Ein konkretes Beispiel: So viele Menschen interessieren sich für den Anbau von Gemüse und Nahrungsmitteln. Das kommt ja nicht aus einer rationalen Überlegung: „Oh, die Kultur geht hernieder. Jetzt sollte ich mal mit dem Gärtnern anfangen.“ Ich nehme es wirklich so wahr, dass dieser Wunsch aus der Tiefe kommt. Und vor allem kommt er freudvoll, als Lust daher und nicht als schreckliche Bürde. Er hat diese Qualität: Das Lebendige will sich selbst heilen.” [Lesen]


Berufsethik, Naturheilkunde, Leben & Sterben – mit Prof. Dr. Andreas Michalsen (Charité Berlin)

Die Grundverdrängung unseres Lebens ist wohl, dass fast jeder so lebt als ob das Leben ewig währt. Wir verdrängen den Tod komplett aus unserer Gesellschaft. – In einer kulturellen Evolution, wo wir Dinge immer reparieren und in neuem Glanz erscheinen lassen können, ist es schwierig, unserer eigenen Vergänglichkeit ausgesetzt zu sein.” – “Das Verrückte ist: Wenn Sie mit 100 Ärzten sprechen würden, sehen es fast alle so, in jeder Disziplin. Wenn ich mit Orthopäden spreche, sagen sie mir „Ich finde es auch schrecklich, dass ich den ganzen Tag nur noch Hüftgelenke implantiere. Ich möchte viel lieber mit dem Patienten sprechen.“ – Aber irgendwie hat sich das System in einer Mischung aus Technisierung, aus Gier, aus Fehlsteuerung so entwickelt. Und es ist natürlich nichts schwieriger, als einem kompletten System, wenn es erstmal läuft, einen Richtungswechsel zu geben.[Lesen]


Verbindung herstellen in einer zersplitterten Welt – mit Trauma- und Körpertherapeutin Dami Charf

„Heute weiß ich, dass es wirklich vielen Menschen so geht: Sie gucken durch eine Glasscheibe in die Welt und sind nicht verbunden mit ihr – das ist einfach schlimm und schmerzlich.” – oder – “Was uns wirklich krank macht, ist der Gedanke an Autonomie und wie sie definiert wird: Ich kann das alleine. Ich muss es auch alleine können und nur wenn ich es alleine kann, bin ich gesund.[Lesen]


Der Sinn einer Krise  – mit Krisenbegleiter Jörg Fuhrmann

Natürlich macht es Angst. Es ist ein Gang in die eigene Unterwelt. Das ist bedrohlich, manchmal sogar sehr bedrohlich. Lebensbedrohlich, so kann es sich anfühlen. Ich habe aber den Eindruck, Menschen, die vor dieser Bedrohung ausweichen, geht es auch nicht unbedingt besser.[Lesen]


Yoga mit deutscher Gründlichkeit & das Wesen des Guru – mit Yoga-Lehrerin Anna Trökes

Im Ausland werden wir Deutschen sogar für unseren Hang zu Sorgfältigkeit und Struktur beneidet. Struktur ist nicht rigide. Sie muss zumindest nicht rigide sein, sondern kann uns eine innere Ordnung geben. Das finde ich super, das hat man zum Beispiel auch beim Yoga-Weg. Da geht nichts durcheinander. Erst macht man dieses, dann jenes. Weil es sinnvoll ist. Diese Tendenz zur Ordnung wird auch mit größter Bewunderung gesehen.” [Lesen]


Der Therapeut als Waffenträger, Realitätskontakt und die Verbindung von Körper und Psyche
– mit Diplom-Psychologe Philipp Alsleben

Was wir heute Psychologie nennen, ist keine Psychologie. Das ist reine Verhaltensforschung. Man gibt den Leuten Fragebögen und guckt, wie sie sich mit diesen Bögen verhalten, und was sie ankreuzen. Dann macht man statistische Berechnungen über Gruppen, Massen, Mittelwerte und Normen. Und klebt ganz große Konzepte darüber, die man sich an irgendeinem Schreibtisch ausgedacht hat und die darüber bestimmen, wie man diese gesammelten Daten interpretiert. Das heißt heute Psychologie. Das ist PseudoPsychologie. Wahre Psychologie ist eine absolute Ausnahmeerscheinung. Das Subjekt beschäftigt sich mit sich selbst.[Lesen]


Shiatsu – warum eigentlich „alternativ“?
– mit Katrin Schröder & Dr. Andrea Kleinau

Solange Methoden immer nur als alternativ, ergänzend oder komplementär betrachtet werden, sind sie nie ganz, nie in sich geschlossen, und dürfen kein eigenes Dasein haben.[Lesen]


Schärfe deine Sinne, dein Gehirn wird es lieben – mit Lars Lienhard (Gründer Neuroathletik-Training)

Uns sind so viele Sinne gegeben, um die Welt zu erfahren. Um sie interessant zu machen und über sie zu staunen. Als Kind nutzen wir sie im Überfluss. Und dann kommt die Erziehung.” – “Alles verändert sich, wenn ich meine Sinne trainiere. Ich brauche dafür nur den Raum um mich und meinen Körper. Das hat viel mit Gesundheit zu tun. Wahrnehmung von allem, was ich habe und was um mich herum ist. Der Körper hat die Fähigkeit zur Selbstheilung und vieles hier wird über Sinnesinformationen eingeleitet. Wenn alles funktioniert, reguliert sich das System meist von selbst selbst. Auf erstaunliche Weise![Lesen]


Qigong – Leben aus dem Kopf, oder aus der Mitte? – mit Konstantin Rekk

„„Meine Arbeit mit Qigong richtet sich an die Eigenverantwortung der Menschen. Ich möchte Menschen ermächtigen, sich selbst zu verstehen und sich selbst zu gestalten.“ – oder – “Manche behandeln Ihren Körper wie eine Müllhalde, aber in Wirklichkeit ist es ein Tempel!”[Lesen]


Freude ist lernbar – mit Physiotherapeut Leon Staege (Moving Monkey)

Ich denke direkt an das Gefühl, was ich bekomme, wenn ich mich bewege. Wenn ich neue Dinge mit meinem Körper lerne. Nicht nur kognitiv, sondern physisch. Dass ich auf einmal etwas kann, was ich vorher nicht konnte. Die ganze Reise dahin hat so viele Elemente, die mich immer wieder aufs Neue begeistern und faszinieren, dass es ein kontinuierlicher Prozess ist, der seit Jahren anhält, ohne dass ich mich gelangweilt fühle. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken.“ – Wenn wir den Menschen in den Fokus stellen, kommen wir vielleicht irgendwann dahin, dass wir Krankenhäuser anders gestalten. Dann werden es keine Krankenhäuser, sondern Gesundheitshäuser. Orte, wo Menschen nicht eine sterile Umgebung geboten wird, in der sie sich gar nicht mehr als Menschen wahrnehmen können. Sondern wo die Freude am Leben, die Freude an Heilung und Gesundheit, durch die ganze Umgebung vermittelt wird.[Lesen]


Der Körper kann nur dahin gehen, wo der Geist schon war – mit Diplom Sport- und Gesundheitstrainer Manuel Guarrera (gravitycoach)

Wir müssen Prozesse erst geistig anstoßen, damit wir auf physischer Ebene die Resultate sehen. Bewusstseinserweiterung und körperliches Training gehören einfach zusammen.[Lesen]


Um selbstständig zu sein, braucht es ein stabiles Fundament – mit Physiotherapeutin Vivian Gläsel (“Vivi Barfuß”)

„Für meine Arbeit als Physiotherapeutin fühlte ich mich nicht immer wertgeschätzt. Deswegen habe ich mich selbstständig gemacht. Weil mir Wertschätzung wichtig ist. Und ich mich nicht unter Wert verkaufe.” – oder – „Die Füße sind das Fundament, auf dem wir jeden Tag stehen. Unsere Basis, die von vielen vergessen wird, die einfach nicht in unserer Wahrnehmung ist. Weil wir schon als Kleinkinder Schuhe tragen müssen und dadurch den Kontakt zu unseren Füßen verlieren.[Lesen]


Bewusstsein als wichtigste Qualität in Heilberufen – mit Dr. Dania Schumann

Wir können entscheiden, welche Bedeutung wir bestimmten Ereignissen in unserem Leben geben wollen. Ich glaube, nur aus einem erfüllten Leben heraus können wir dann auch anderen etwas geben. Unser Glück und das der Anderen ist vernetzt. Wenn wir somit wieder in Verbindung mit anderen stehen können, bringt das glaube ich die letztendliche Erfüllung in unserem Leben. Das macht für mich Gesundheit aus und es bezieht die Gesundheit unseres Planeten mit ein.[Lesen]


Großstadtschamanismus & Mythos Mensch
– mit Heilpraktiker Andreas Krüger

Es gibt eine nicht alltägliche Wirklichkeit, die voll von all dem ist, was uns die Mythen lehren.“ – oder – „Es braucht in dieser Gesellschaft großen Mut, sich auf die Seite des Lebendigen zu stellen.[Lesen]


Homöopathie & gesunde Skepsis – mit Ulrike Müller

„Natürlich ist es hilfreich, an etwas Höheres zu glauben, weil das die Arbeit einfach erleichtert.“ – oder – „Und dann gibt es Menschen, die fühlen sich eingeschränkt durch einen Pickel an ihrer Nase. Homöopathisch gesehen sind sie damit kränker als jemand der stärker eingeschränkt ist, aber sich freier fühlt. Weil sie sich einschränken. Zum Beispiel durch Angst, Eifersucht, Glaubenshaltungen. Wenn all das sie dominiert und sie sich nicht mehr so frei bewegen können, wie sie es eigentlich möchten. Das ist Unfreiheit und diese behandele ich mit der Gabe eines Mittels.“ [Lesen]


Depressions- und Suizidprävention – Aus eigener Betroffenheit
– mit Diana Doko (Freunde fürs Leben e.V.)

Warum ist das eigentlich so ein starkes Tabu-Thema? Wir sind Kommunikationsexperten. Wir müssen in der Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam machen![Lesen]


Angstberatung – Hilfe ist nah – mit Rolf Netzmann

Damals, als ich selbst krank wurde, hätte ich mir Hilfe gewünscht. Ich hätte sie wahrscheinlich auch bekommen, ich hatte nur keine Ahnung, dass es ein Hilfesystem für seelisch kranke Menschen wie mich gab. Mir ist es ein Anliegen, Menschen zu helfen, nicht so tief abzustürzen wie ich damals.[Lesen]


Lachyoga – Lachen als soziales Schmiermittel
– mit Sigrid Pohl-Häußler

Der Verstand steigt aus, wenn man lacht. Man kann sich selbst weglachen, so wie die Kinder.“ – oder –
Was mir jetzt durch diese Corona-Krise bewusst geworden ist: Ich brauche ein Gegenüber, um zu lachen.[Lesen]


Die musikalische Hausapotheke – mit Gesangs- und Musiktherapeutin Saskia Baumgart

Gesang ist die Ursprache. Dadurch erlernen Kinder die Sprachfähigkeiten. Über das freie Lautieren-Singsangen-Summen-Brummen, das Experimentieren mit ihrer Stimme. Kinder sind totale Improvisationskünstler, noch sehr frei und ungehemmt. Diese Hemmungen setzen erst später ein, mit Konditionierung und Erziehung, mit kultureller Überformung. Dann kommt oft das komplexbeladene „Ich kann nicht singen, malen, tanzen, kreativ sein. Besser, ich lasse es. Ich will die anderen nicht mit meinen schrägen Tönen quälen.“ Eigentlich ist darin eine große Trauer eingelagert. Es ist Ausdruck von Lebendigkeit und Kreativität, seine Stimme zu erheben. Und zwar nicht nur sprechend-monoton, sondern in alle Höhen und Tiefen.[Lesen]


Ganzheitliches Stimm-Coaching – mit Miroslav Grosser

Sind Stimme und Körper ein organisches Ganzes? Der Idealfall wäre ein authentischer, ehrlicher, wahrhaftiger Mensch im Einklang mit sich selbst und der Welt.[Lesen]


Präsenzcoaching – mit Schauspieler und Synchronsprecher Sven Fechner

Wenn wir in unserer Präsenz sind, fällt es uns leicht uns zu zeigen, und unsere Wünsche, Ideen und Vorhaben mit gutem Mut und Zuversicht zu realisieren.[Lesen]


Heilung ist jeden Tag allgegenwärtig
– mit Osteopath Sven Besch

Letzten Endes geht es darum, uns unserer Natur entsprechend zu verhalten. In dem Umfeld, das wir uns in den letzten Jahrzehnten gestaltet haben, gibt es so viele Faktoren, die weit weg von artgerecht sind. Unser Geist und unsere Arbeitsspeicher reichen nicht aus für die vielen Informationen, die es zu verarbeiten gibt. Darunter leidet der Geist und später auch der Körper. Deswegen: Raus in die Natur.[Lesen]


Die Notwendigkeit, sich umeinander zu kümmern – mit Hebamme Anja Bendel

Wenn eine Frau traurig ist, bekommt sie meinen Trost, wenn sie ihn braucht. Das ist das Leben. Und ich werde nie mehr irgendwo arbeiten, wo mir nicht gestattet ist, einem Menschen menschlichen Beistand zu leisten.“ – oder – „Es muss ein Ende haben, dass die Jobs der „Kümmerer“ diese selbst krank machen.[Lesen]