Schon unsere Großeltern wussten, das Wichtigste im Leben ist Gesundheit. In seiner Reihe „Mach’s weg“  interviewt Laurens Dillmann Menschen, die sich kümmern. Wieso sind sie ihrer Berufung gefolgt? Was sind ihre Werte?  Was macht uns krank, was lässt uns heilen? Ist unser Gesundheitswesen gesund? Und lässt sich Krankheit einfach “wegmachen”? 

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Voller Lebendigkeit bis ins hohe Alter – Verlass dich auf deinen Körper – mit Samy Molcho, Experte für Körpersprache

Ändert sich die Weltanschauung, ändert sich damit die Körpersprache.” – ”Es ist mir lieber, mich zu öffnen und ein Risiko für etwas Neues einzugehen anstatt mich dauernd zu schützen. Ich lebe mit Freude. Ich lebe im Austausch mit Menschen. Auch wenn ich dann kürzer lebe, habe ich wenigstens gelebt und mich nicht versteckt![Lesen]


Der Körper kann nur dahin gehen, wo der Geist schon war – mit Diplom Sport- und Gesundheitstrainer Manuel Guarrera (gravitycoach)

Wir müssen Prozesse erst geistig anstoßen, damit wir auf physischer Ebene die Resultate sehen. Bewusstseinserweiterung und körperliches Training gehören einfach zusammen.[Lesen]


Die Rückverbindung mit uns selbst ist eine ökologische Notwendigkeit – mit Humanökologin Elisha Koppensteiner

Es geht um ein inneres Vertrauen, ein inneres Andocken an die Quelle der Lebendigkeit. Eine tiefenökologische Überzeugung ist: Das Netz des Lebens hat Selbstheilungskräfte in ungeahnter Stärke, die aktiviert werden wenn wir uns vertrauensvoll mit unserer Lebendigkeit verbinden.” – “Ein konkretes Beispiel: So viele Menschen interessieren sich für den Anbau von Gemüse und Nahrungsmitteln. Das kommt ja nicht aus einer rationalen Überlegung: „Oh, die Kultur geht hernieder. Jetzt sollte ich mal mit dem Gärtnern anfangen.“ Ich nehme es wirklich so wahr, dass dieser Wunsch aus der Tiefe kommt. Und vor allem kommt er freudvoll, als Lust daher und nicht als schreckliche Bürde. Er hat diese Qualität: Das Lebendige will sich selbst heilen.” [Lesen]


Yoga mit deutscher Gründlichkeit & das Wesen des Guru – mit Yoga-Lehrerin Anna Trökes

Im Ausland werden wir Deutschen sogar für unseren Hang zu Sorgfältigkeit und Struktur beneidet. Struktur ist nicht rigide. Sie muss zumindest nicht rigide sein, sondern kann uns eine innere Ordnung geben. Das finde ich super, das hat man zum Beispiel auch beim Yoga-Weg. Da geht nichts durcheinander. Erst macht man dieses, dann jenes. Weil es sinnvoll ist. Diese Tendenz zur Ordnung wird auch mit größter Bewunderung gesehen.” [Lesen]


Berufsethik, Naturheilkunde, Leben & Sterben – mit Prof. Dr. Andreas Michalsen (Charité Berlin)

Die Grundverdrängung unseres Lebens ist wohl, dass fast jeder so lebt als ob das Leben ewig währt. Wir verdrängen den Tod komplett aus unserer Gesellschaft. – In einer kulturellen Evolution, wo wir Dinge immer reparieren und in neuem Glanz erscheinen lassen können, ist es schwierig, unserer eigenen Vergänglichkeit ausgesetzt zu sein.” – “Das Verrückte ist: Wenn sie mit 100 Ärzten sprechen würden, sehen es fast alle so, in jeder Disziplin. Wenn ich mit Orthopäden spreche, sagen sie mir „Ich finde es auch schrecklich, dass ich den ganzen Tag nur noch Hüftgelenke implantiere. Ich möchte viel lieber mit dem Patienten sprechen.“ – Aber irgendwie hat sich das System in einer Mischung aus Technisierung, aus Gier, aus Fehlsteuerung so entwickelt. Und es ist natürlich nichts schwieriger, als einem kompletten System, wenn es erstmal läuft, einen Richtungswechsel zu geben.[Lesen]


Sexualität ist eine Kulturleistung – mit Sex-Forscherin Yella Cremer

Es ist ein Paradox, dass menschliche Lust in medizinischen Ausbildungen keine Rolle spielt. Da sieht man, unser Gesundheitssystem ist nicht dazu gemacht, Spaß zu haben.“ – oder – „Wenn ich nicht irgendwann im Krankenhaus landen will, brauche ich ein Bewusstsein, wie ich gesund lebe und bleibe. Bewegung an der frischen Luft ist tolle Prävention, wird aber nicht als Gesundheitsmaßnahme verschrieben. Für die Sexualität gilt das auch. Es wäre hilfreich, wenn das auch so kommuniziert wird. Damit könnte man vielen Zivilisationskrankheiten im Voraus präventiv begegnen.[Lesen]


Die musikalische Hausapotheke – mit Gesangs- und Musiktherapeutin Saskia Baumgart

Gesang ist die Ursprache. Dadurch erlernen Kinder die Sprachfähigkeiten. Über das freie Lautieren-Singsangen-Summen-Brummen, das Experimentieren mit ihrer Stimme. Kinder sind totale Improvisationskünstler, noch sehr frei und ungehemmt. Diese Hemmungen setzen erst später ein, mit Konditionierung und Erziehung, mit kultureller Überformung. Dann kommt oft das komplexbeladene „Ich kann nicht singen, malen, tanzen, kreativ sein. Besser, ich lasse es. Ich will die anderen nicht mit meinen schrägen Tönen quälen.“ Eigentlich ist darin eine große Trauer eingelagert. Es ist Ausdruck von Lebendigkeit und Kreativität, seine Stimme zu erheben. Und zwar nicht nur sprechend-monoton, sondern in alle Höhen und Tiefen.[Lesen]


Verbindung herstellen in einer zersplitterten Welt – mit Trauma- und Körpertherapeutin Dami Charf

„Heute weiß ich, dass es wirklich vielen Menschen so geht: Sie gucken durch eine Glasscheibe in die Welt und sind nicht verbunden mit ihr – das ist einfach schlimm und schmerzlich.” – oder – “Was uns wirklich krank macht, ist der Gedanke an Autonomie und wie sie definiert wird: Ich kann das alleine. Ich muss es auch alleine können und nur wenn ich es alleine kann, bin ich gesund.[Lesen]


Der Sinn einer Krise  – mit Krisenbegleiter Jörg Fuhrmann

Natürlich macht es Angst. Es ist ein Gang in die eigene Unterwelt. Das ist bedrohlich, manchmal sogar sehr bedrohlich. Lebensbedrohlich, so kann es sich anfühlen. Ich habe aber den Eindruck, Menschen, die vor dieser Bedrohung ausweichen, geht es auch nicht unbedingt besser.[Lesen]


Unser Nervensystem – Der Schlüssel zu Beziehung & Kontakt – mit Trauma- und Beziehungstherapeut Gopal Norbert Klein

Es geht nur um Bindung untereinander. Aufzuhören, den anderen als Gefahr einzustufen, damit sich der Mensch entspannen und sein Nervensystem in die Selbstheilung gehen kann. [Lesen]


Gesundheit aus der Fabrik und naturwissenschaftlicher Tunnelblick – mit Medizinethiker und Philosoph Giovanni Maio

„Im Grunde hat die Medizin verlernt, den ganzen Menschen zu sehen.“ – oder – „Medizin ist eine zwischenmenschliche Praxis, in der man Evidenz mit Beziehung zusammenbringen muss, in der man Sachlichkeit mit Zwischenmenschlichkeit verbinden muss. Wir brauchen Experten für die molekularen Vorgänge im Körper und zugleich Menschen, die durch diese Vorgänge hindurch immer den ganzen Menschen im Blick behalten wollen. Medizin ist nur dann Medizin, wenn sie den ganzen Menschen behandelt.“ [Lesen]


Der Therapeut als Waffenträger, Realitätskontakt und die Verbindung von Körper und Psyche
– mit Diplom-Psychologe Philipp Alsleben

Die Krankheit, in der wir leben, ist, dass uns unsere Kultur zu weit vom Körper und vom Fühlen abspaltet. Wir sind in so einem heftigen Grade neurotisch. Neurotisch sein ist so Standard geworden, dass die ganze Kultur der Menschen nur noch auf Konzepten, Ideen und Ideologien beruht und wir gar kein Fundament mehr im Körper haben. Das heißt, wir verlieren die Erdung. Wir verlieren den Realitätskontakt.[Lesen]


Qigong – Leben aus dem Kopf, oder aus der Mitte? – mit Konstantin Rekk

„„Meine Arbeit mit Qigong richtet sich an die Eigenverantwortung der Menschen. Ich möchte Menschen ermächtigen, sich selbst zu verstehen und sich selbst zu gestalten.“ – oder – “Manche behandeln Ihren Körper wie eine Müllhalde, aber in Wirklichkeit ist es ein Tempel!”[Lesen]


Shiatsu – warum eigentlich „alternativ“?
– mit Katrin Schröder & Dr. Andrea Kleinau

Solange Methoden immer nur als alternativ, ergänzend oder komplementär betrachtet werden, sind sie nie ganz, nie in sich geschlossen, und dürfen kein eigenes Dasein haben.[Lesen]


Um selbstständig zu sein, braucht es ein stabiles Fundament – mit Physiotherapeutin Vivian Gläsel (“Vivi Barfuß”)

„Für meine Arbeit als Physiotherapeutin fühlte ich mich nicht immer wertgeschätzt. Deswegen habe ich mich selbstständig gemacht. Weil mir Wertschätzung wichtig ist. Und ich mich nicht unter Wert verkaufe.” – oder – „Die Füße sind das Fundament, auf dem wir jeden Tag stehen. Unsere Basis, die von vielen vergessen wird, die einfach nicht in unserer Wahrnehmung ist. Weil wir schon als Kleinkinder Schuhe tragen müssen und dadurch den Kontakt zu unseren Füßen verlieren.[Lesen]


Über den Körper zu authentischem Selbstausdruck
– mit MindfulEmbodiment-Coach Tamay Jentjens

Der Schlüssel für volle Lebendigkeit liegt in der Verkörperung, nicht im Tun und Denken.[Lesen]


Bewusstsein als wichtigste Qualität in Heilberufen – mit Dr. Dania Schumann

Wir können entscheiden, welche Bedeutung wir bestimmten Ereignissen in unserem Leben geben wollen. Ich glaube, nur aus einem erfüllten Leben heraus können wir dann auch anderen etwas geben. Unser Glück und das der Anderen ist vernetzt. Wenn wir somit wieder in Verbindung mit anderen stehen können, bringt das glaube ich die letztendliche Erfüllung in unserem Leben. Das macht für mich Gesundheit aus und es bezieht die Gesundheit unseres Planeten mit ein.[Lesen]


Großstadtschamanismus & Mythos Mensch
– mit Heilpraktiker Andreas Krüger

Es gibt eine nicht alltägliche Wirklichkeit, die voll von all dem ist, was uns die Mythen lehren.“ – oder – „Es braucht in dieser Gesellschaft großen Mut, sich auf die Seite des Lebendigen zu stellen.[Lesen]


Homöopathie & gesunde Skepsis – mit Ulrike Müller

„Natürlich ist es hilfreich, an etwas Höheres zu glauben, weil das die Arbeit einfach erleichtert.“ – oder – „Und dann gibt es Menschen, die fühlen sich eingeschränkt durch einen Pickel an ihrer Nase. Homöopathisch gesehen sind sie damit kränker als jemand der stärker eingeschränkt ist, aber sich freier fühlt. Weil sie sich einschränken. Zum Beispiel durch Angst, Eifersucht, Glaubenshaltungen. Wenn all das sie dominiert und sie sich nicht mehr so frei bewegen können, wie sie es eigentlich möchten. Das ist Unfreiheit und diese behandele ich mit der Gabe eines Mittels.“ [Lesen]


Depressions- und Suizidprävention – Aus eigener Betroffenheit
– mit Diana Doko (Freunde fürs Leben e.V.)

Warum ist das eigentlich so ein starkes Tabu-Thema? Wir sind Kommunikationsexperten. Wir müssen in der Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam machen![Lesen]


Lachyoga – Lachen als soziales Schmiermittel
– mit Sigrid Pohl-Häußler

Der Verstand steigt aus, wenn man lacht. Man kann sich selbst weglachen, so wie die Kinder.“ – oder –
Was mir jetzt durch diese Corona-Krise bewusst geworden ist: Ich brauche ein Gegenüber, um zu lachen.[Lesen]


Angstberatung – Hilfe ist nah – mit Rolf Netzmann

Damals, als ich selbst krank wurde, hätte ich mir Hilfe gewünscht. Ich hätte sie wahrscheinlich auch bekommen, ich hatte nur keine Ahnung, dass es ein Hilfesystem für seelisch kranke Menschen wie mich gab. Mir ist es ein Anliegen, Menschen zu helfen, nicht so tief abzustürzen wie ich damals.[Lesen]


Ganzheitliches Stimm-Coaching – mit Miroslav Grosser

Sind Stimme und Körper ein organisches Ganzes? Der Idealfall wäre ein authentischer, ehrlicher, wahrhaftiger Mensch im Einklang mit sich selbst und der Welt.[Lesen]


Präsenzcoaching – mit Schauspieler und Synchronsprecher Sven Fechner

Wenn wir in unserer Präsenz sind, fällt es uns leicht uns zu zeigen, und unsere Wünsche, Ideen und Vorhaben mit gutem Mut und Zuversicht zu realisieren.[Lesen]


Heilung ist jeden Tag allgegenwärtig
– mit Osteopath Sven Besch

Letzten Endes geht es darum, uns unserer Natur entsprechend zu verhalten. In dem Umfeld, das wir uns in den letzten Jahrzehnten gestaltet haben, gibt es so viele Faktoren, die weit weg von artgerecht sind. Unser Geist und unsere Arbeitsspeicher reichen nicht aus für die vielen Informationen, die es zu verarbeiten gibt. Darunter leidet der Geist und später auch der Körper. Deswegen: Raus in die Natur.[Lesen]


Das Wunder der Geburt & die Notwendigkeit, sich umeinander zu kümmern – mit Hebamme Anja Bendel

Wenn eine Frau traurig ist, bekommt sie meinen Trost, wenn sie ihn braucht. Das ist das Leben. Und ich werde nie mehr irgendwo arbeiten, wo mir nicht gestattet ist, einem Menschen menschlichen Beistand zu leisten.“ – oder – „Es muss ein Ende haben, dass die Jobs der „Kümmerer“ diese selbst krank machen.[Lesen]